Lindau ist mit 26.147 Einwohnern die größte Kommune im Landkreis Lindau und mit 33,18 Quadratkilometern zugleich die flächengrößte. Beides zusammen bedeutet für Verkäufer etwas Konkretes: Der Lindauer Immobilienmarkt ist kein einheitlicher Markt, sondern setzt sich aus sehr unterschiedlichen Teilmärkten zusammen.
Zwischen einer Altbauwohnung auf der Insel, einem Reihenhaus in Reutin und einem Hof in Oberreitnau liegen nicht nur Kilometer, sondern völlig verschiedene Käufergruppen, Preisniveaus und Vermarktungsstrategien. Wer das nicht berücksichtigt, verkauft zum falschen Preis an die falsche Zielgruppe.
Einen Überblick über unsere Arbeitsweise finden Sie unter Leistungen.
Der Immobilienmarkt in Lindau
Lindau liegt im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist damit Grenzstadt und Bodenseestadt zugleich. Als Kreisstadt ist sie zugleich der Mittelpunkt der Region Lindau-Oberschwaben-Allgäu, in der wir tätig sind. Diese Doppellage erklärt einen großen Teil der Nachfrage. Käufer kommen nicht nur aus der Region, sondern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, aus Vorarlberg und aus der Ostschweiz. Bei Objekten mit Seeblick oder Seenähe ist der Interessentenkreis regelmäßig überregional.
Gleichzeitig ist Lindau eine funktionierende Stadt mit Verwaltung, Kliniken, Schulen und Industrie und keine reine Ferienadresse. Das stabilisiert den Markt. Neben den Zweitwohnsitz-Interessenten steht eine konstante lokale Nachfrage von Familien und Berufstätigen, die Wohnraum in vertretbarer Entfernung zum Arbeitsplatz suchen. Für Sie als Verkäufer heißt das: Es gibt fast immer mehrere passende Käufergruppen, und welche davon den besten Preis zahlt, entscheidet sich am Objekt.
Der Landkreis Lindau reicht von 400 Metern am See bis auf 1.068 Meter Höhe. Diese Spanne bildet sich auch innerhalb des Stadtgebiets ab. Die Uferlagen und die Insel liegen tief, die Ortsteile im Hinterland deutlich höher. Höhenlage und Ausrichtung sind am Bodensee wertrelevant, weil sie über Aussicht, Besonnung und im Winter über die Nebelgrenze entscheiden.
Ein weiterer Faktor ist die Landwirtschaft. Das Lindauer Gebiet ist der östliche Teil des rund 9.000 Hektar großen Obstbaugebiets Bodensee, des größten geschlossenen Obstanbaugebiets Deutschlands. Der Weinbau, der in den 1960er Jahren vom Obstbau verdrängt worden war, erlebt in Lindau und Nonnenhorn eine Wiedergeburt. Das prägt die Ortsbilder im Umland und begrenzt zugleich die Bauflächen, was die Preise stützt.
Die Lindauer Stadtteile und was sie unterscheidet
Insel und Altstadt
Der historische Kern mit Hafen, Löwe und Leuchtturm. Hier dominieren Altbauwohnungen, oft mit Denkmalschutzauflagen und ohne Stellplatz. Der Käuferkreis ist überregional und emotional geprägt. Objekte auf der Insel verkaufen sich nicht über Quadratmeterpreise, sondern über Lage, Ausblick und Charakter. Denkmalschutz und fehlende Parkmöglichkeiten sind dabei Argumente, die offen benannt werden sollten, weil Käufer sie ohnehin recherchieren.
Aeschach
Der bevölkerungsstärkste Stadtteil auf dem Festland, direkt gegenüber der Insel. Gemischte Bebauung aus Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und Einfamilienhäusern. Gefragt bei Familien wegen der Infrastruktur und der kurzen Wege in die Innenstadt.
Reutin
Der östliche Stadtteil in Richtung Landesgrenze, mit Bahnhof und Gewerbe. Preislich moderater als Insel und Bad Schachen, dafür mit sehr guter Verkehrsanbindung. Typische Objekte sind Reihenhäuser und Eigentumswohnungen aus mehreren Baujahrzehnten.
Bad Schachen und Hoyren
Die westlichen Villenlagen mit Seenähe und Blick auf den Pfänder. Hier stehen die großzügigsten Grundstücke des Stadtgebiets. Der Käuferkreis ist klein, kaufkräftig und überregional. Objekte in dieser Lage eignen sich besonders für die stille Vermarktung, weil sich der passende Interessent gezielter finden lässt als über ein öffentliches Inserat.
Zech und Schönau
Wohnlagen im Osten und Nordosten mit hohem Einfamilienhausanteil. Ruhig, familiengeprägt, mit stabiler lokaler Nachfrage.
Oberreitnau und Unterreitnau
Die dörflich geprägten Ortsteile im Hinterland, höher gelegen und landwirtschaftlich mitgeprägt. Größere Grundstücke, ältere Bausubstanz, teils Hofstellen. Der Markt ist kleiner, aber die Objekte sind selten und finden ihre Käufer, wenn sie richtig zugeschnitten präsentiert werden.
Auch in den Nachbargemeinden sind wir zu Hause: Bodolz, Wasserburg und Nonnenhorn.
Was das für Ihren Verkauf in Lindau bedeutet
Kein Durchschnitt für das Stadtgebiet
Der häufigste teure Fehler in Lindau ist die Übertragung eines Quadratmeterpreises aus einem Stadtteil auf einen anderen. Ein Onlinerechner, der für das Stadtgebiet einen Durchschnitt ausgibt, überschätzt Objekte in Reutin und unterschätzt Objekte auf der Insel oder in Bad Schachen. Beide Fehler kosten Geld, der eine über Standzeit, der andere direkt.
Die Käuferansprache entscheidet
Ein Objekt mit Seenähe braucht eine andere Vermarktung als ein Reihenhaus im Wohngebiet. Beim einen ist der Interessent überregional und entscheidet emotional, beim anderen lokal und rechnet. Exposé, Bildsprache und Kanalwahl unterscheiden sich entsprechend.
Diskretion, wenn Sie sie wollen
In einer Stadt dieser Größe spricht sich ein Verkauf schnell herum. Wenn Sie das nicht möchten, vermarkten wir ohne öffentliches Inserat, ohne Schild und ohne Portalschaltung und sprechen ausschließlich vorgemerkte Interessenten aus unserer Kartei an.
Was Ihre Immobilie tatsächlich wert ist, klären wir mit einer kostenlosen Bewertung auf Basis realer Vergleichsobjekte aus dem jeweiligen Stadtteil. Nicht aus einer Statistik für das Stadtgebiet.
Womit wir arbeiten, sehen Sie an den aktuellen Objekten und an bereits vermittelten Referenzen.
1,785 statt ortsüblicher 3,57 % Provision
In Bayern und Baden-Württemberg sind 3,57 % Maklerprovision je Seite ortsüblich, zusammen also 7,14 % des Kaufpreises. Das ist keine gesetzliche Vorgabe, sondern eine regionale Gewohnheit. Wir berechnen 1,785 % inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Möglich macht das eine schlanke Struktur ohne Filialen und ohne Außendienstapparat. Die Leistung schrumpft dabei nicht mit. Gemäß § 656c BGB gilt die halbierte Provision für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, für Mehrfamilienhäuser sprechen Sie uns bitte direkt an.
Fällig wird die Provision erst mit der notariellen Beurkundung. Bewertung, Unterlagenbeschaffung, Fotos, Exposé und Besichtigungen kosten Sie vorher nichts. Was Ihr Verkauf in Lindau konkret bedeutet, rechnet Ihnen der Vorteilsrechner aus.
Sieben Schritte vom Erstgespräch zum Notartermin
Jeder Schritt ist schriftlich abgestimmt. Sie wissen jederzeit, wo Sie stehen und was als Nächstes kommt.
Den vollständigen Ablauf mit Unterlagenliste und Zeitschiene finden Sie unter Ihre Vorteile im Verkaufsprozess. Was wir dabei zusagen, steht in unserem Leistungsversprechen.
Wenn der Verkauf mehr erfordert als einen guten Preis
In drei Konstellationen kommen rechtliche oder zwischenmenschliche Fragen dazu. Wir haben dafür jeweils eine eigene Seite.
Vermietetes Objekt
Sie können jederzeit verkaufen, ohne zu kündigen. Entscheidend sind die passende Käufergruppe und eine saubere Abwicklung.
Trennung und Scheidung
Verkauf, Auszahlung oder Vermietung im Vergleich, mit gleicher Information für beide Seiten.
Erbfall
Für Alleinerben und Erbengemeinschaften, von den Unterlagen bis zur Erlösaufteilung.
Ihre Immobilie in Lindau richtig einschätzen lassen
Häufige Fragen zum Immobilienverkauf in Lindau
In welchen Lindauer Stadtteilen sind Sie tätig?
Im gesamten Stadtgebiet: Insel und Altstadt, Aeschach, Reutin, Zech, Schönau, Hoyren, Bad Schachen sowie Oberreitnau und Unterreitnau. Dazu in den Nachbargemeinden Bodolz, Wasserburg, Nonnenhorn und Weißensberg.
Unterscheiden sich die Preise zwischen den Lindauer Stadtteilen stark?
Ja, erheblich. Zwischen einer Altbauwohnung auf der Insel, einem Reihenhaus in Reutin und einer Villenlage in Bad Schachen liegen deutlich verschiedene Preisniveaus und Käufergruppen. Ein Durchschnittswert für das Stadtgebiet ist deshalb für eine Verkaufsentscheidung nicht brauchbar.
Verkaufen Sie auch denkmalgeschützte Objekte auf der Insel?
Ja. Bei denkmalgeschützten Objekten sind Auflagen, Sanierungsstand und fehlende Stellplätze die entscheidenden Themen. Wir benennen sie im Exposé offen, weil Käufer sie ohnehin prüfen und ein verschwiegener Punkt in der Verhandlung teurer wird als ein benannter.
Was kostet der Verkauf über Sie?
1,785 % Provision inklusive Mehrwertsteuer statt der ortsüblichen 3,57 %, für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Fällig erst mit dem Notartermin. Ohne Verkauf entstehen keine Kosten.
Ist die Immobilienbewertung wirklich kostenlos?
Ja, vollständig. Für Besichtigung, Auswertung und schriftliches Ergebnis entstehen Ihnen keine Kosten und keine Verpflichtung.
Welche Unterlagen brauche ich für den Verkauf?
Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Flurkarte und Modernisierungsnachweise. Bei Eigentumswohnungen zusätzlich Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlungen. Wir beschaffen die Unterlagen für Sie.
Kann ich diskret verkaufen, ohne öffentliches Inserat?
Ja. Bei der stillen Vermarktung gibt es kein Inserat, kein Schild und keine Portalschaltung. Wir sprechen ausschließlich vorgemerkte Interessenten aus unserer Kartei an.
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?
Die Vorbereitung dauert etwa zwei bis vier Wochen, die Vermarktung bei marktgerechtem Preis wenige Wochen bis wenige Monate, zwischen Reservierung und Notartermin liegen meist zwei bis sechs Wochen.
Beraten Sie auch, wenn ich noch nicht sicher bin?
Ja. Wir sagen Ihnen offen, ob der Zeitpunkt günstig ist oder ob Abwarten die bessere Entscheidung wäre. Das ist der häufigste Anlass für ein Erstgespräch.
Beraten Sie rechtlich oder steuerlich?
Nein. Für Fragen zu Erbrecht, Mietrecht, Vertragsgestaltung oder Steuern vermitteln wir Rechtsanwälte und Steuerberater aus unserem regionalen Netzwerk.