Verkaufsprozess

Ablauf des Immobilienverkaufs: von Schritt 1 bis zum Notartermin

Sieben klar definierte Schritte, ein fester Ansprechpartner und ein schriftlich dokumentierter Prozess. Sie wissen jederzeit, wo Sie stehen und was als Nächstes kommt.

Die meisten Menschen verkaufen in ihrem Leben genau eine Immobilie. Für Sie ist der Verkauf deshalb keine Routine, sondern eine einmalige Entscheidung mit hohem Einsatz, während Ihr Gegenüber am Verhandlungstisch möglicherweise seine fünfzigste Besichtigung absolviert. Dieses Ungleichgewicht lässt sich nur durch Vorbereitung ausgleichen.

Genau darum ist der Ablauf bei uns in sieben Schritte gegliedert, die alle schriftlich festgehalten sind. Sie sehen vorab, was in welcher Reihenfolge passiert, wer wofür zuständig ist und an welchen Punkten Sie entscheiden. Auf dieser Seite finden Sie den vollständigen Ablauf, dazu die Unterlagenliste, eine realistische Einschätzung zur Dauer und die Fehler, die Verkäufer am häufigsten Geld kosten.

Die 7 Schritte

Vom Erstgespräch bis zum Notartermin

Jeder Schritt ist klar definiert und schriftlich abgestimmt. Sie wissen immer, wo im Prozess Sie stehen und was als Nächstes kommt.

01

Erstgespräch

Unverbindliches Kennenlernen vor Ort oder per Video. Wir hören zu, klären Ihre Ziele und Ihren Zeitrahmen und sagen Ihnen offen, was am Markt realistisch ist. Sie testen uns, bevor Sie sich binden.
02

Bewertung

Marktgerechte Werteinschätzung mit realen Vergleichsobjekten und Lagenrecherche, schriftlich und kostenlos. Das Ergebnis ist der Preisanker für alles Weitere. Mehr dazu unter kostenlose Immobilienbewertung.
03

Konzept

Verkaufsstrategie, Zielgruppe, Preisanker und Diskretionsstufe werden schriftlich abgestimmt. Hier entscheiden Sie, ob öffentlich vermarktet wird oder still, und wie schnell es gehen soll.
04

Inszenierung

Fotograf, Drohne, Grundrisse und Exposé-Texte. Parallel beschaffen wir die behördlichen Unterlagen, damit später nichts den Notartermin verzögert.
05

Vermarktung

Direkte Käuferansprache aus unserer Kartei, Premium-Portale oder stille Vermarktung, je nach Konzept. Anfragen filtern wir vor, damit Sie nicht mit Anfragen ohne Substanz belastet werden.
06

Besichtigung

Gezielt, geprüft und terminiert. Sie bleiben im Hintergrund, wir sind am Objekt. Vor Preisverhandlungen prüfen wir die Bonität der ernsthaften Interessenten.
07

Abschluss

Kaufpreisverhandlung, Vorbereitung der Notarunterlagen, Beurkundung und Übergabe mit Protokoll. Eine Hand bis zum Schlüssel.
Zeitrahmen

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?

Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt vor allem vom Preis ab, weniger von der Vermarktung. Realistisch sollten Sie mit drei Phasen rechnen.

2–4 Wochen

Vorbereitung

Bewertung, Unterlagenbeschaffung und Exposé. Der größte Zeitfresser ist dabei fast immer die Beschaffung behördlicher Dokumente, insbesondere wenn Grundrisse fehlen, die Wohnflächenberechnung veraltet ist oder ein Energieausweis neu erstellt werden muss.
Wochen bis Monate

Vermarktung bis Reservierung

In der Region Bodensee, Allgäu und Oberschwaben bei marktgerechtem Preis üblicherweise wenige Wochen bis wenige Monate. Objekte in gefragten Seelagen gehen schneller, individuelle Liebhaberobjekte und stark sanierungsbedürftige Häuser brauchen länger.
2–6 Wochen

Reservierung bis Notartermin

Abhängig davon, wie schnell die Finanzierungszusage des Käufers vorliegt und wie ausgelastet das Notariat ist. Der Kaufpreis fließt in der Regel noch einmal einige Wochen später, nach Eintragung der Auflassungsvormerkung und Fälligkeitsmitteilung.
Der mit Abstand häufigste Grund für einen langen Verkauf ist ein zu hoch angesetzter Startpreis. Ein Objekt, das drei Monate ohne Reaktion inseriert war, gilt am Markt als Ladenhüter, und spätere Preissenkungen werden als Schwäche gelesen. Deshalb steht die Bewertung an Position zwei und nicht am Ende.
Unterlagen

Welche Unterlagen Sie für den Verkauf brauchen

Vollständige Unterlagen sind kein Formalismus. Sie entscheiden darüber, ob ein Käufer eine Finanzierungszusage bekommt, und damit darüber, ob der Verkauf überhaupt zustande kommt.

Für jede Immobilie

Aktueller Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse aller Geschosse, die Wohnflächenberechnung sowie Nachweise über durchgeführte Modernisierungen und Sanierungen.

Beim Haus

Zusätzlich Flurkarte, Lageplan, Baugenehmigung mit Bauzeichnungen, gegebenenfalls die Baulastenauskunft und die Nachweise zur Heizungsanlage, seit einigen Jahren zunehmend auch der Nachweis über Feuerstättenschau und Schornsteinfegerprotokolle.

Bei der Eigentumswohnung

Teilungserklärung mit Aufteilungsplan, Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre, aktueller Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und Stand der Instandhaltungsrücklage. Käufer und Banken sehen genau hin, weil daraus hervorgeht, ob eine Sonderumlage droht.

Bei vermieteten Objekten

Mietverträge, Nachweise über Mietanpassungen, Betriebskostenabrechnungen und der Kautionsnachweis. Was dabei sonst noch zu beachten ist, steht auf unserer Seite zum Verkauf eines vermieteten Hauses.

Wir übernehmen die Beschaffung. Sie müssen weder wissen, welches Amt zuständig ist, noch selbst Anträge stellen.

Zwei Phasen

Vorbereitung und Vermarktung im Detail

Phase 1

Vorbereitung

Persönliches Treffen vor Ort zum ersten Kennenlernen und zur Objektaufnahme
Kostenlose und nachvollziehbare Bewertung sowie gemeinsame Festlegung des Angebotspreises
Erstellung eines detaillierten Exposés mit hochwertigen Bildern und Grundrisszeichnungen
Beschaffung der erforderlichen behördlichen Dokumente und Prüfung auf Vollständigkeit
Entwicklung der Verkaufsstrategie und Entscheidung über öffentliche oder diskrete Vermarktung
Phase 2

Vermarktung und Verkauf

Aktivierung der Vermarktung über alle relevanten und reichweitenstarken Kanäle
Organisation und Durchführung von Einzelbesichtigungen sowie Begleitung von Gutachter- und Architektenterminen
Bonitätsprüfung der Interessenten vor Aufnahme von Preisverhandlungen
Zielgeführte Begleitung der Vertragsverhandlungen und der notariellen Beurkundung
Objekt- und Schlüsselübergabe einschließlich der notwendigen Protokolle

Jetzt den ersten Schritt machen

Ein unverbindliches Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach wissen Sie, was Ihre Immobilie wert ist, wie lange der Verkauf voraussichtlich dauert und ob wir zueinander passen. Wie das bei anderen Eigentümern ausgegangen ist, zeigen unsere Referenzen.
Typische Fehler

Die häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf

Fünf Fehler kosten Verkäufer regelmäßig fünfstellige Beträge, und alle fünf sind vermeidbar. Ausführlich beschrieben haben wir sie unter Die größten Fehler beim Immobilienverkauf.

01

Der Preis wird zu hoch angesetzt

Der häufigste und teuerste Fehler. Ein überhöhter Startpreis kostet die entscheidenden ersten Wochen, in denen die Aufmerksamkeit am größten ist. Danach verkauft sich das Objekt oft unter dem Preis, den es anfangs erzielt hätte.
02

Die Unterlagen sind unvollständig

Fehlende Dokumente verzögern die Finanzierungszusage und geben Käufern ein Argument für Preisnachlässe. Im schlechtesten Fall springt ein bereits gefundener Käufer ab.
03

Mängel werden verschwiegen

Bekannte Mängel gehören offengelegt. Das ist nicht nur eine Frage der Rechtslage, sondern auch der Verhandlungsposition: Ein Mangel, den der Käufer selbst entdeckt, kostet erfahrungsgemäß mehr als einer, den Sie von Anfang an benennen.
04

Es wird an der Präsentation gespart

Handyfotos bei schlechtem Licht und ein Exposé aus drei Sätzen reduzieren die Zahl der Anfragen erheblich. Die Kosten für professionelle Aufnahmen amortisieren sich fast immer.
05

Es wird ohne Bonitätsprüfung verhandelt

Wer wochenlang mit einem Interessenten verhandelt, der die Finanzierung nicht darstellen kann, verliert Zeit und Marktposition. Wir prüfen deshalb vor der Verhandlung, nicht danach.

Ihr Vorteil gegenüber anderen Maklern

Viele Makler versprechen Ähnliches. Der Unterschied liegt darin, was schriftlich zugesagt wird und ob es sich nachhalten lässt.

Feste Ansprechperson

Sie haben von der ersten Besichtigung bis zur Schlüsselübergabe dieselbe Ansprechperson. Kein Abtauchen nach Vertragsunterzeichnung, kein Weiterreichen an Kollegen.

Schriftlich dokumentierter Prozess

Jeder der sieben Schritte ist in unserem Leistungsversprechen verankert. Sie können jederzeit nachfragen und nachhalten, was zugesagt wurde.

Halbierte Provision

1,785 statt ortsüblicher 3,57 %, jeweils inklusive Mehrwertsteuer, für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Was das konkret bedeutet, zeigt der Vorteilsrechner.

Diskretions-Option

Auf Wunsch vermarkten wir Ihre Immobilie still, ohne öffentliches Inserat und ohne Portalschaltung, ausschließlich über vorgemerkte Interessenten.
Die Rechnung

Mit oder ohne Makler verkaufen?

Ein Privatverkauf ist möglich, und bei einer klaren Konstellation, etwa wenn der Käufer bereits feststeht, kann er sinnvoll sein.

In allen anderen Fällen lohnt der nüchterne Vergleich. Auf der Kostenseite steht die Provision. Dem gegenüber stehen die Bewertung mit realen Vergleichsdaten statt einer Schätzung, die Beschaffung sämtlicher Unterlagen, die Kosten für Fotos, Grundrisse und Portalschaltung, der Zeitaufwand für Anfragen und Besichtigungen und, meist am wichtigsten, die Verhandlungsführung.

Verhandeln ist der Punkt, an dem sich die Rechnung entscheidet. Käufer verhandeln mit dem Verkäufer, der emotional an der Immobilie hängt, anders als mit einem Vermittler, der den Marktwert belegen kann. Ein einziger nicht abgewehrter Preisnachlass übersteigt die halbierte Provision in der Regel deutlich.

Der zweite Punkt ist die Sicherheit. Fehler bei Angaben zur Wohnfläche, bei der Offenlegung von Mängeln oder bei der Formulierung des Kaufvertrags wirken bis Jahre nach dem Verkauf nach.

Damit die Rechnung aber auch aufgeht, muss die Provision in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Genau deshalb berechnen wir 1,785 statt ortsüblicher 3,57 %. Was Sie dafür bekommen, steht in unserem Leistungsversprechen, und unter Dienstleistungen aus einer Hand finden Sie, was wir über den reinen Maklerauftrag hinaus koordinieren.

Häufig gefragt

Häufige Fragen zum Ablauf des Immobilienverkaufs

In sieben Schritten: Erstgespräch, Bewertung, Konzept, Inszenierung, Vermarktung, Besichtigung und Abschluss. Jeder Schritt ist schriftlich abgestimmt, damit Sie jederzeit wissen, wo Sie stehen.

Die Vorbereitung dauert etwa zwei bis vier Wochen, die Vermarktung bei marktgerechtem Preis wenige Wochen bis wenige Monate, und zwischen Reservierung und Notartermin liegen meist zwei bis sechs Wochen. Der häufigste Grund für Verzögerungen ist ein zu hoher Startpreis.

Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Flurkarte, Baugenehmigung und Modernisierungsnachweise. Bei Eigentumswohnungen zusätzlich Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen und Wirtschaftsplan. Wir beschaffen die Unterlagen für Sie.

1,785 % Provision inklusive Mehrwertsteuer statt der ortsüblichen 3,57 %, für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Fällig wird sie erst mit dem Notartermin. Ohne Verkauf entstehen keine Kosten.

Mit der Bewertung. Ohne belastbaren Wert lässt sich weder ein Angebotspreis festlegen noch beurteilen, ob sich Modernisierungen vor dem Verkauf lohnen.

Das hängt vom Objekt ab. Kleinere Maßnahmen wie Malerarbeiten oder die Beseitigung sichtbarer Mängel zahlen sich meist aus, große Sanierungen selten. Wir sagen Ihnen vorab, was sich in Ihrem Fall rechnet. Mehr dazu unter Immobilie renovieren vor dem Verkauf.

Ja. Bei der stillen Vermarktung gibt es kein öffentliches Inserat, kein Schild und keine Portalschaltung. Wir sprechen ausschließlich vorgemerkte Interessenten aus unserer Kartei an.

Nein, und in den meisten Fällen ist es besser, wenn Sie es nicht sind. Interessenten sprechen offener, wenn die Eigentümer nicht danebenstehen, und Sie geraten nicht in spontane Preisgespräche.

Der Notar verliest den Kaufvertrag, beide Parteien unterzeichnen, anschließend wird die Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen. Der Kaufpreis wird erst nach der Fälligkeitsmitteilung des Notars gezahlt. Wir bereiten alle Unterlagen vor und begleiten Sie zum Termin.

Wenn der Käufer bereits feststeht, oft nicht. In allen anderen Fällen entscheidet die Verhandlungsführung: Ein einziger nicht abgewehrter Preisnachlass übersteigt eine halbierte Provision in der Regel deutlich.

Ronny Buder — Ihr Immobilienmakler in Lindau
Ronny Buder
Immobilienmakler & Geschäftsführender Gesellschafter
Mit langjähriger Erfahrung im Bodensee-Immobilienmarkt hat Ronny Buder das Vorteilsmakler-Modell entwickelt: dieselbe professionelle Begleitung wie ein klassischer Makler — Bewertung, Exposé, Verhandlung, Notar-Koordination — jedoch zu einer Provision, die bis zu 50 % unter dem regionalen Standard liegt. Er ist Ansprechpartner für Eigentümer in Lindau, Friedrichshafen, Ravensburg und der gesamten Region.
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